Fragen und Antworten
Fragen und Antworten zu KI
Kurze, klare Antworten aus meiner Praxis als Lehrer und Mediendozent. Jede Antwort steht für sich und verweist auf einen ausführlichen Artikel. So finden Menschen und KI-Suchsysteme die Antwort und die Quelle.
KI in Firmen, Vereinen und Verwaltung
Was bringt eine KI-Schulung für unser Team?
Dein Team lernt, KI für die eigenen Aufgaben zu nutzen, nicht für Beispielaufgaben aus dem Lehrbuch. Wer einen Sachbericht schreiben muss, schreibt ihn in der Schulung mit KI-Unterstützung. Das nimmt die Schwellenangst und spart ab dem nächsten Tag Zeit. Gleichzeitig klären wir, was KI nicht kann und wo die Grenzen beim Datenschutz liegen. Mehr dazu: Ein Schulungstag mit der AWO OPR
Dürfen soziale Träger und Vereine KI überhaupt nutzen?
Ja, mit klaren Regeln. Personenbezogene und besonders sensible Daten, zum Beispiel Klientendaten oder Diagnosen, gehören nicht in KI-Werkzeuge. Der Großteil der Alltagsaufgaben lässt sich trotzdem gut mit KI bearbeiten: Sachberichte strukturieren, Einladungen formulieren, Konzeptrahmen entwerfen. Entscheidend ist, dass alle im Team wissen, was eingegeben werden darf und was nicht. Mehr dazu: Wenn Leitungskräfte KI lernen
Welches KI-Werkzeug sollen wir nehmen?
Ich schreibe kein Werkzeug vor. Die Grundlagen gelten für ChatGPT, Claude und Gemini gleichermaßen, und die Werkzeuge ändern sich schneller als jede Schulung. Wichtiger als die Marke ist, dass das Team versteht, wie diese Systeme arbeiten, wie man gute Aufträge formuliert und wie man die Ergebnisse prüft.
Wie läuft eine Schulung bei dir ab?
Vorab gibt es eine kurze Bedarfsabfrage: Was kostet in deinem Alltag die meiste Zeit? Daraus entstehen die Schwerpunkte. In der Schulung arbeiten alle an echten Aufgaben. Die Unterlagen sind in Themenblöcken aufgebaut, von den Grundlagen bis zur Einführung von KI im ganzen Haus, und können danach weiter genutzt werden.
Entsteht in der Schulung auch eine Website oder ein Flyer?
Ja, das ist oft der Fall. Frei nach Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Die Website, der Flyer oder die Werbemittel entstehen in der Schulung, und die Kunden bauen mit. Das klappt nicht immer, meistens fehlt schlicht die Zeit. Aber wenn es klappt, weiß man am Ende, was man hat, und kann es selbst pflegen. Rund 30 Websites sind so entstanden, von der Pizzeria bis zum Maschinenbauer.
Wie lange dauert eine Schulung?
Der Schulungstag für ein Team dauert einen Tag und findet vor Ort statt. Für den Büroalltag mit Mails, Protokollen und Angeboten reicht oft ein halber oder ganzer Tag. Fortbildungen an Schulen dauern zwischen 90 Minuten und einem ganzen Tag, ein Pädagogischer Tag einen Schultag. Mehr dazu: Angebote für Unternehmen · Angebote für Schulen
Bekommen die Teilnehmer Unterlagen und eine Bescheinigung?
Ja. Nach jeder Schulung gibt es die Unterlagen digital, zum Nachschlagen und Weiterarbeiten. Dazu eine Teilnahmebescheinigung mit Inhalten, Dauer und Datum. Ein Zertifikat einer Prüfstelle ist das nicht. Mehr dazu: Schulungsunterlagen auf ki.mediendozent.de
Was verlangt der EU AI Act von Arbeitgebern?
Die EU ordnet KI nach Risiko. Wer als Arbeitgeber KI einsetzt, auch ChatGPT im Büro, muss die KI-Kompetenz seines Teams fördern. Chatbots auf der eigenen Website müssen als KI erkennbar sein. Mehr dazu: Station „Der EU AI Act“ in der Lernstraße Datenspuren
Kann man Abläufe automatisieren, ohne zu programmieren?
Ja. Eine Anfrage kommt rein, die Bestätigung geht raus, der Termin steht im Kalender: Solche wiederkehrenden Abläufe lassen sich mit Werkzeugen wie Zapier, Make oder n8n verbinden, auf Wunsch mit KI-Schritten dazwischen. Mehr dazu: Automatisieren und selbst bauen
Wer pflegt die Website nach der Schulung?
Du selbst. Die Seite entsteht in der Schulung Schritt für Schritt und gehört dir. Zum Selbstpflegen gibt es ein Handbuch und eine Versionsverwaltung, die nichts vergisst. Mehr dazu: Referenzen
Kostet KI Arbeitsplätze?
Die bekannten Studien nennen sehr verschiedene Zahlen, weil sie Verschiedenes messen. Die meisten zählen, wie viele Jobs von KI betroffen sind, nicht wie viele wegfallen. Das Weltwirtschaftsforum rechnet bis 2030 mit mehr neuen als wegfallenden Jobs. Betroffen heißt vor allem: Die Arbeit verändert sich. Wer KI versteht, gestaltet diese Veränderung mit.
KI in der Schule
Was ist der „4. Lehrer“?
In jedem Klassenzimmer unterrichten schon drei Lehrer: der Lehrer, die Mitschüler und der Raum. KI kommt als vierter dazu, als Ideenpartner und Fragensteller, nicht als Ersatz. Schüler nutzen sie, um eigene Gedanken zu entwickeln, zu hinterfragen und zu vertiefen. Das Konzept ist in meinem Unterricht entstanden und gibt es inzwischen als Buch. Mehr dazu: KI als 4. Lehrer · Der 4. Lehrer als Buch
Sollte man KI an Schulen verbieten?
Nein. Verbote führen genauso ins Leere wie blinde Technik-Begeisterung. Die Schüler nutzen KI ohnehin. Sinnvoller ist es, ihnen zu zeigen, wie KI arbeitet, wo sie sich irrt und was ihnen entgeht, wenn sie das Denken ganz abgeben. Gleichzeitig müssen sich Aufgaben ändern: Klassische Hausaufgaben, die eine KI in 30 Sekunden löst, haben ausgedient. Mehr dazu: Autokorrektur macht niemanden besser in Rechtschreibung. KI auch nicht.
Wie bewertet man Eigenleistung, wenn KI Hausaufgaben schreiben kann?
Indem man den Weg bewertet, nicht nur das Ergebnis. Ein Schüler, der mit KI diskutiert, Ergebnisse kritisch prüft und anpasst, zeigt Kompetenzen, die er im Berufsleben braucht. Prozessorientierte Bewertung mit Kompetenzrastern, Gespräche über die Arbeit und Aufgaben mit persönlichem Bezug machen Eigenleistung wieder sichtbar. Mehr dazu: Was ist noch Eigenleistung?
Verlernen Schüler durch KI das Denken?
Die Gefahr ist real. Fähigkeiten, die man nicht übt, gehen verloren. Die Autokorrektur hat auch niemanden besser in Rechtschreibung gemacht. Ich erkläre Schülern deshalb offen, was ihnen bei zu viel KI-Nutzung entgeht, und zeige ihnen trotzdem, wie man KI sinnvoll verwendet. Mehr dazu: Autokorrektur macht niemanden besser in Rechtschreibung. KI auch nicht.
Welche KI-Werkzeuge kann eine Schule datenschutzkonform nutzen?
Nur Werkzeuge, die nachweislich die Anforderungen der DSGVO erfüllen, mit Servern in der EU und ohne Nutzerprofile. Es gibt inzwischen Angebote, die sich speziell an Schulen richten oder von Ländern geprüft wurden. Weil sich das Angebot schnell ändert, lohnt sich vor dem Einsatz immer ein aktueller Blick. Mehr dazu: DSGVO-konforme KI-Tools für den Schuleinsatz
Kann man KI auch offline auf dem eigenen Rechner nutzen?
Ja. Es gibt Sprachmodelle, die vollständig auf dem eigenen Rechner laufen. Dann verlassen keine Daten das Gerät. Sie sind meist etwas schwächer als die großen Online-Dienste, reichen für viele Aufgaben aber gut aus und sind ein guter Weg, KI datenschutzfreundlich auszuprobieren. Mehr dazu: LLM offline
Gibt es Angebote direkt mit Schülern?
Ja. Medienprojekte, bei denen die Klasse selbst plant, filmt, schneidet und präsentiert, als Projekttag bis Projektwoche für bis zu 28 Kinder. Programmieren mit Lernrobotern ab Klasse 1, zwei bis vier Schulstunden, die Geräte bringe ich mit. Dazu Medienkritik zum Anfassen wie „Deepfakes erkennen“ für Klasse 3 bis 8. Mehr dazu: Mit Schülern
Gibt es etwas für Elternabende?
Ja, zum Beispiel einen Vortrag zur Elternkontrolle bei KI-Assistenten oder zu digitalen Datenspuren. Beide Themen gibt es auch für Schüler und Kollegien. Mehr dazu: Eltern und Medien
Gibt es Fortbildungen zu iPad, digitaler Tafel oder LernSax?
Ja. In Sachsen laufen sie über das Medienpädagogische Zentrum, in anderen Bundesländern direkt über mich. Mehr dazu: Digitale Werkzeuge
Kann ich die Lernstraße Datenspuren im Unterricht nutzen?
Die Stationen stehen frei zugänglich auf der Seite, als Text zum Lesen und als begehbarer Gang im 3D-Raum. Sie kommen aus dem Informatikunterricht an der Oberschule und reichen von den Daten um uns herum bis zur Frage, was in einen Chatbot darf. Mehr dazu: Lernstraße Datenspuren
Was sollten Eltern bei KI-Chatbots beachten?
Kinder geben schnell persönliche Daten preis und nehmen Antworten oft als Wahrheit. Sicherheitseinstellungen und Elternkontrollen helfen, ersetzen aber nicht das Gespräch. Besonders der Sprachmodus wirkt stark: Mit einer Stimme behandeln Kinder einen Chatbot schnell wie einen menschlichen Vertrauten. Mehr dazu: Warum Elternkontrolle bei KI-Assistenten unverzichtbar ist
Welche Fähigkeiten kann KI Kindern nicht abnehmen?
Einander zuhören, sich abstimmen, gemeinsam etwas schaffen, dranbleiben, wenn etwas nicht sofort gelingt. Diese Fähigkeiten wachsen dort, wo Menschen zusammen etwas tun, zum Beispiel beim gemeinsamen Musizieren. In einer digitalen Schule werden sie wichtiger, nicht unwichtiger. Mehr dazu: Was den Menschen ausmacht
Über den Mediendozenten
Wer ist der Mediendozent?
Robert Koegler aus Sachsen: Informatiklehrer und Pädagogischer IT-Berater an einer Oberschule, an zwei Tagen an das Medienpädagogische Zentrum der Region abgeordnet, und seit 2002 Mediendozent. Für das Projekt „Mediendozent (Ist das Kunst oder kann das KI?)“ hat er den 2. Platz beim Deutschen Lehrkräftepreis 2024 in der Kategorie „Unterricht innovativ“ erhalten.
Bietest du Fortbildungen für Schulen an?
Ja: Fortbildungen, Pädagogische Tage, Vorträge und Keynotes, vor Ort oder online. Anfragen gehen direkt an mich oder, im Rahmen meiner Tätigkeit dort, an das Medienpädagogische Zentrum. Am besten mit ein paar Sätzen, worum es gehen soll.
Wo bist du tätig?
Zu Hause bin ich in Sachsen. Schulungen, Fortbildungen und Vorträge gebe ich deutschlandweit, zum Beispiel 2026 für einen sozialen Träger in Brandenburg, und online.